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27.08.2021

Volker Heuken spielt Terry Gibbs

Volker Heuken
Foto: Lukas Diller

Im September 2021 widmet sich die Spielvereinigung Sued einem Tribut an dem legendären Vibraphonisten und Bandleader Terry Gibbs und nähert sich so den Ursprüngen des Big Band Jazz. Das ursprünglich im Jahr 2020 geplante Konzertprojekt musste aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden, weshalb sich die Spielvereinigung Sued nun umso mehr auf zwei Konzerte am 9. September im Weltecho in Chemnitz und am 17. September im Innenhof des Leipziger Grassi-Museums freut. Es werden die Originalpartituren der Terry Gibbs „Dream Band“ wieder zum Klingen gebracht. Als virtuoser Vibraphonist zwischen Bebop und Swing stand Terry Gibbs seinerzeit selbst stets im Mittelpunkt des Geschehens. Diese Rolle wird der Vibraphonist und Leipziger Jazznachwuchspreisträger 2019 Volker Heuken ausfüllen. 

Der heute 96-jährige Vibraphonist Terry Gibbs spielte in den 1940er und -50er Jahren in den berühmten Bands von Tommy Dorsey, Buddy Rich, Woody Herman und Benny Goodman, bevor er in den späten 50er Jahren die Terry Gibbs „Dream Band“ gründete und leitete. Der umtriebige Gibbs versammelte dazu die Crème de la Crème der Jazz- und Studioszene von Los Angeles mit Musikern wie Mel Lewis, Frank Rosolino und Conte Candoli und mit Arrangeuren wie Bill Holman oder Bob Brookmeyer, die Gibbs Vibraphonspiel immer wieder in den Mittelpunkt der Band stellten. Die Big Band veröffentlichte von 1959 bis 1961 vier Alben und gewann mehrmals den Downbeat Critic’s Poll. In den wenigen Jahren ihres Bestehens, von 1957 bis etwa 1962, galt die Terry Gibbs „Dream Band“ als das Nonplusultra des orchestralen Jazz und zählt bis heute zu den legendären All Star Big Bands.

Der 1990 in Leverkusen geborene Volker Heuken startete mit sechs Jahren seine Ausbildung am Schlagzeug an der Musikschule in Leverkusen. Mit 17 Jahren entdeckte er das Vibraphon und den Jazz für sich. Er nahm Jazz-Unterricht bei David Friedman, Matthias Goebel und Mathias Haus. Weitere Workshops ergänzten seine Ausbildung: Mathias Haus, Tony Lakatos, John Ruocco, Antonio Farao, Jim Snidero, Matt Penman, Eric Alexander. Ab 2011 studierte er Jazz-Mallets an der HfM Nürnberg bei Roland Neffe sowie ab 2016 Komposition bei Steffen Schorn und Michael Wollny an der HMT Leipzig. Er war Mitglied des Landesjugendjazz-orchesters Bayern.

Volker Heuken ist Preisträger des Bruno-Rother-Gedächtniswettbewerbs 2014 und erhielt mit dem Trio Heuken/Stadtfeld/Heigenhuber 2019 den Jazznachwuchspreis der Stadt Leipzig. Gemeinsam mit Izabella Effenberg war er künstlerischer Leiter des in Mittelfranken durchgeführten Vibraphonfestivals Vibraphonissimo.


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